Liebt es bunt: Der Hamburger Sergej versteht den Ärger um die Regenbogenstreifen nicht. (© privat )

Ärger um die bunten Zebrastreifen in St. Georg

Die bunten Streifen in St. Georg sollen Schulkinder schützen. Doch die Regenbogenstreifen in der Tempo-30-Zone sorgen jetzt für eine Posse.

Dass St. Georg ein bunter Stadtteil ist, ist bekannt. Dass sich das auch auf den Straßen widerspiegelt, das ist neu. Erst kürzlich hatte der zuständige Bezirksamtsleiter Folko Droßmann mehrfarbige Markierungen öffentlich präsentiert. Nicht ohne Stolz. Und mit viel medialem Applaus. Denn rund um die Danziger Straße soll an acht Stellen auf viel von Schulkindern genutzte Überwege hingewiesen werden – um Autofahrer zu sensibilisieren.

Zebrastreifen in Tempo-30-Zonen? "Nicht zulässig!"

Super Sache, oder? Dachten viele. Nur in der Innenbehörde hält sich der Jubel offenkundig in Grenzen. Nicht zulässig, donnert es aus der Behörde. Schließlich seien die ausgewählten Straßen ohnehin schon Tempo-30-Zonen. In denen seien Zebrastreifen laut Straßenverkehrsordnung unzulässig. Und an die erinnerten die bunten Streifen trotz ihrer Regenbogenfarben viel zu sehr.

Petition soll Regenbogenstreifen retten

Bei vielen Hamburgern sorgt die Posse für Kopfschütteln. Im Internet gibt es schon eine Petition, mit der die bunten Zebrastreifen von St.Georg gerettet werden sollen. Adressat ist die Innenbehörde. Ob die sich davon beeindrucken lässt?

Eine mögliche Lösung: Längs statt quer

Laut NDR zeichnet sich immerhin eine Lösung ab. Die könne darin bestehen, statt Querstreifen bunte Längsstreifen auf die Straßen zu malen, damit sie nicht mit Zebrastreifen verwechselt werden könnten. Dann wäre eine solche Maßnahme zur Erhöhung der Aufmerksamkeit unbedenklich. Und St. Georg noch ein bisschen bunter.

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