add art: Hamburgs Wirtschaft öffnet Türen für Kunst

Simone Kesting: o.T., zeigt ihre Arbeiten bei ADAC Hansa Thomar Hopfgarten )

Auch in diesem Jahr kann man wieder in Führungen einen Blick auf die Kunst in Hamburger Unternehmen werfen – und diese reicht von Dieter Roths weltberühmten Objekten bis zu den Arbeiten zahlreicher Nachwuchskünstler.

Budni & Rossmanns Automaten werden bei Schipper Company gezeigt

Kunst kann auf vielerlei Arten gefördert werden. Eine davon ist die add art, die zum fünften Mal in Hamburger Unternehmen führt, in Anwaltskanzleien, Content Agenturen, zu Wirtschaftsprüfern in Handelsunternehmen oder in die Geschäftsräume von Banken. Kurzum an Orte, an die man normalerweise nicht gelangt, weil sie öffentlich nicht zugänglich sind.

Bofeng Lin blickt im Ecos Office Center auf Toronto – und Hamburg Bofeng Lin )

Hinter den verschlossenen Türen, auf Unternehmensfluren, in Büros und manchmal sogar in eigenen Ausstellungsräumen ist dort Kunst zu sehen. Und damit diese privaten Sammlungen wachsen, gleichzeitig aber auch mit der Öffentlichkeit geteilt werden können, hat Hubertus von Barby die Initiative add art ins Leben gerufen. „Füge Kunst hinzu“ heißt der Name übersetzt und fordert Entscheider auf dezente hanseatische Art auf, sich der Kunst zu widmen.

Julius Bernstein: Familie im Garten II, zu sehen im Ecos Office Center Julius Bernstein )

Bei manchen Unternehmen, die man in diesem Jahr bei kostenlosen Führungen besuchen kann, ist diese Aufforderung nicht mehr nötig. Dazu gehört die Kanzlei Buse Heberer Fromm, die über die weltgrößte Sammlung von Werken von Dieter Roth (1930–1998) verfügt, den eingeschweißten Wursthorizont und das Schimmelmuseum inklusive. Oder die Hypovereinsbank, die über mehrere Etagen verteilt über 600 Arbeiten zeigt, darunter Fotografien von Wolfgang Tillmans.

Marie Hoffmann: o.T., in der K.D. Feddersen Holding ausgestellt Marie Hoffmann )

Vor allem aber ist der add art die Förderung des Nachwuchses wichtig – und so sind in diesem Jahr so viele junge Künstler von der HAW zu sehen wie nie zuvor: Aus rund 60 Einreichungen wählten die Firmen 21 Positionen aus. Darunter die zeitgenössische Landschaftsmalerei von Ariane Emmerich, Bofeng Lins Erinnerungen an Toronto, Julius Bernsteins in Öl übersetzte Familienfotos, die abstrakten Holzschnitte von Philip
Angermaier und eine junge Gruppenschau bei Schipper Company mit Animationen, Collagen, Drahtgebilden und surrealen Bildwelten.

Philip Angermaier: o.T., zu sehen bei KPMG Philip Angermaier )

Autor: Sabine Danek

Info: add art, 23. bis 26. November, Anmeldung zu den kostenlosen Führungen unter www.addart.de

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