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Abseits vom Touri-Wahnsinn: 10 Orte, die ihr Hamburg-Besuchern zeigen solltet

Speicherstadt, Reeperbahn, Elbphilharmonie – mit seinen Touristenattraktionen lockt Hamburg jedes Jahr Millionen Menschen in die Stadt. Doch auch abseits der ausgelatschten Touristenpfade hat Hamburg einiges zu bieten. Wir verraten Euch, welche Orte ihr Quiddjes und Hamburg-Besuchern unbedingt zeigen solltet.

1. Burg Henneberg besuchen

Am Alsterlauf an der Poppenbüttler Schleuse gibt es einen ganz besonders romantischen Ort, den vermutlich nicht mal alle Hamburger kennen! Hier befindet sich mitten im Landschaftsschutzgebiet Hamburgs einzige Burg: die Burg Henneberg. Wenn das malerische Schlösschen nicht für Privatfeiern oder Hochzeiten vermietet wird, finden hier regelmäßig Lesungen und Konzerte statt. Doch auch wenn die Burg, die sich im Privatbesitz befindet, nicht geöffnet hat, lohnt sich ein Spaziergang durch den 3.000 Quadratmeter großen Schlosspark direkt am Alsterlauf.

Infos: Burg Henneberg, Marienhof 8, 22399 Hamburg; weder das Gelände, noch die Burg sind außerhalb der jeweiligen Veranstaltungen zugänglich

2. Workout mit Panorama-Blick im Treppenviertel

Wer durch das Treppenviertel im schicken Blankenese flaniert, kann leicht den Eindruck bekommen, dass er sich nicht in Hamburg, sondern in einem italienischen Bergdörfchen befindet. Für das Italien-Flair am Elbhang sorgen zahlreiche verwinkelte Gassen, pittoreske Altbauten und etwa 5.000 Treppenstufen, die es zu erklimmen gilt. Vor allem der Aufstieg auf die höchste Erhebung, den Süllberg, ist mit ein paar Schweißtropfen verbunden. Doch oben angekommen, werdet ihr mit einer großartigen Aussicht auf die Elbe belohnt. Ebenfalls empfehlenswert nach der kleinen Wanderung durchs Treppenviertel ist ein Abstecher zu Lühmanns Teestube. Dort bekommt ihr eine der besten Torten in Hamburg. Einen Kaffee mit Ausblick gibt es auf der Terrasse des Kaffeegarten Schuldt.

3. Ein Astra auf dem Dockland trinken

Es müssen nicht immer die Landungsbrücken sein. Einen tollen Blick auf die Elbe und den Hafen bietet auch das Dockland in Altona – ein begehbares sechsgeschossiges Bürogebäude, dessen Form an die eines Schiffes erinnert. Habt ihr die 140 Stufen bis zur Plattform gemeistert, werdet ihr mit einem grandiosen Ausblick belohnt. Darauf ein Astra.

Infos: Dockland, Van-der-Smissen-Straße 9, 22767 Hamburg

4. Franzbrötchen essen im Café Schmidt

Kein Hamburg-Besuch ohne Franzbrötchen! Die vielleicht besten gibt es im Café Schmidt. Bereits seit den 1950er Jahren werden in dem Traditionscafé Brot, Brötchen sowie leckere Torten- und Kuchenkreationen fabriziert. Neben dem "Mutterschiff" an der Großen Elbstraße gibt es inzwischen sechs weitere Filialen in und um Hamburg, die von dort aus beliefert werden. Ein echtes Highlight des Sortiments sind die fluffig-saftigen Franzbrötchen, die nach dem klassischen Hamburger Rezept gebacken werden. Für Experimentierfreudige gibt es das typische Hamburger Zimtgebäck auch mit Streuseln, Schokoladen oder Walnüssen.

Info: Café Schmidt, Große Elbstraße 212, 22767 Hamburg; Mo–So 8 bis 18 Uhr

5. Die Aussicht beim Alten Elbtunnel genießen

Wer schon einmal auf einer der Fähren durch den Hafen geschippert ist, weiß: Vom Wasser aus ist Hamburg am schönsten. Den besten Panoramablick auf Michel, Landungsbrücken, Elbphilharmonie und Co. habt ihr jedoch, wenn ihr den Sprung über die Elbe wagt bzw. sie unterquert. Durch den Alten Elbtunnel erreicht ihr die andere Uferseite zu Fuß in wenigen Minuten und könnt euch dort vom Aussichtspunkt Steinwerder ganz entspannt das wuselige Treiben in der Stadt anschauen.

Infos: Alter Elbtunnel, St. Pauli 1, 20359 Hamburg; für Radfahrer und Fußgänger durchgehend geöffnet

6. Über die Elbe springen

Und wenn ihr schon einmal auf der anderen Elbseite seid, lohnt es sich, noch ein bisschen weiter Richtung Süden zu fahren, denn auch Wilhelmsburg, Veddel und Co. haben lauschige und spannende Ecken zu bieten. Ein paar besonders schöne findet ihr am Veringkanal, der im Stadtteil Wilhelmsburg die Grenze zwischen dem Industriegebiet und dem Wohngebiet bildet. Am Flusslauf mit seinen kleinen Parks und Uferzonen haben sich in den vergangenen Jahren viele kulturelle Einrichtungen angesiedelt. Darunter das Veranstaltungszentrum Honigfabrik, das Turtur, das mal Club, mal Pizzeria ist, das Kreativzentrum Zinnwerke mit seinem Flohmarkt oder das Forschungsschiff Schute, auf dem regelmäßig Konzerte stattfinden. Wer sich nach dem kleinen Rundgang stärken möchte, kehrt entweder im Café Pause oder in der Kaffeeliebe ein, wo ihr einen tollen Blick auf den Kanal habt.

Infos: Veringkanal, 21107 Hamburg

7. In die Gänge kommen

Das ehemalige, dicht bebaute Arbeiterquartier zwischen Valentinskamp, Caffamacherreihe und Speckstraße, das seit den 50ern unter Denkmalschutz steht, ist heute ein Ort, der von Aktivisten und Besuchern gemeinsam gestaltet wird. Inmitten der sterilen Glas- und Betonarchitektur der Neustadt ist das Gängeviertel mit seinen Altbauten und Hinterhöfen ein besonderer, sozio-kultureller Freiraum, in dem regelmäßig Ausstellungen, Workshops, Lesungen und Partys stattfinden.

Info: Gängeviertel, Valentinskamp 28A, 20355 Hamburg

8. Mit Frau Hedi durch den Hafen schippern

Wer das Nachtleben erkunden möchte, muss sich nicht über die überfüllte und laute Reeperbahn schieben. Die entspanntesten und besten Partys finden in Hamburg nämlich auf dem Wasser statt – auf der Barkasse Frau Hedi, die sowohl Disco als auch schwimmende Konzerthalle ist. Musikalisch reicht das Spektrum vom Singer-Songwriter-Gig bis zum Punk-Konzert, vom Italo-Disco-Schwof bis hin zur Indie-Rock-Party. Und das Beste: Hier gibt es garantiert keine Junggesellenabschiede!

Info: Frau Hedi, Landungsbrücken, Brücke 10 – Innenseite

9. Fisch essen in der Dübelsbrücker Kajüt

Bei einem Hamburg-Besuch darf eine ausgiebige Fisch-Mahlzeit natürlich nicht fehlen. Und für die solltet ihr unbedingt einen Abstecher in die Dübelsbrücker Kajüt machen. Das Lokal liegt stilecht auf einem Hausboot und Accessoires wie Steuerräder, alte Landkarten oder Schiffsmodelle sorgen dafür, dass ihr euch fühlt, als wärt ihr tatsächlich auf Hoher See. Abgesehen davon besticht das Lokal auch mit seiner erstklassigen Küche. Alle Fans von Labskaus, Pannfisch, Scholle und Matjes kommen hier garantiert auf ihre Kosten.

Info: Dübelsbrücker Kajüt, Elbchaussee 303, 22605 Hamburg; Mo–Fr 12 bis 23 Uhr, Sa+So 11 bis 23 Uhr

10. Ein Konzert im Resonanzraum besuchen

Hamburg ist Musikstadt und darum sollte ein Konzertbesuch bei einem City-Trip natürlich nicht fehlen. Einer der spannendsten Orte für zeitgenössische und klassische Musik ist der Resonanzraum, der gut versteckt hinter den dicken Mauern des Medienbunkers liegt. Seit 2014 ist dieser Ort das Zuhause des Hamburger Kammerorchesters Ensemble Resonanz, das hier seinen Proberaum und Experimentierfläche für neue Konzertideen hat. Für seinen Mut zum Experiment wurde der resonanzraum 2017 bereits mit dem Clubaward als "Hamburger Musikclub des Jahres" ausgezeichnet.

Info: resonanzraum, im Medienbunker, Feldstraße 66, 20359 Hamburg

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