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Ab ins Grüne: 5 Orte zum Durchatmen in Ottensen

Ein Tag auf dem Land kann im Alltagsstress Balsam für die Seele sein. Wer nicht immer Zeit und Mittel hat, von Hamburgs Stadtgebiet nach draußen zu fahren, findet aber auch inmitten des bunten Trubels in Ottensen ein Stückchen Landleben. Keine Zeit für Entspannung? Keine Ausrede mehr. An diesen fünf Orten könnt ihr auch in der Mittagspause oder nach Feierabend ausatmen und entspannen.

Altonaer Balkon

Klar, von den Landungsbrücken hat man einen tollen Blick über den Hafen. Aber zwischen Touristenhorden und Fährpassagieren geht es nicht gerade entspannt zu. Die viel bessere Adresse für Aussichts-Enthusiasten: Der Altonaer Balkon. In 27 Metern Höhe bietet die Grünanlage am Elbhang besten Blick auf Container-Hafen, Köhlbrandbrücke und Hafenterminal. Legt euch auf die Wiese, zählt Schiffe oder Wolken oder spaziert durch die direkt anschließenden Heine- oder Donners Park. Nach Feierabend ist der Altonaer Balkon auch eine von Hamburgs Top-Adressen für ausgiebige Grillabende mit Freunden.

Info: Anfahrt über Palmaille, Bushaltestellen Behnstraße und Rathaus Altona

Radeln an der Elbe: Altonaer Balkon kiekmo )

Motte-Garten

Der Gemeinschaftsgarten im Hof des Stadtteilzentrums Motte lädt zum Zuschauen, Schnuppern und Mitmachen ein. Wer mitten in der Stadt also ohne Garten auskommen muss, kann seine Gärtnerleidenschaft hier ausleben. Der Spielplatz nebenan beschäftigt die Kinder, wenn sie nicht gerade beim Tomatenpflanzen helfen wollen. Seit 1986 gibt es außerdem einen Motte-Hühnerhof, dessen Bewohner man sogar mit frischem Obst und Gemüse füttern darf. Die frisch gelegten Eier werden für zwei Euro pro Sechser-Karton im Eier-Automaten verkauft. Die Sonne scheint, die Bienen des hauseigenen Bienenstocks summen, die Hühner gackern – fast wie auf dem Land!

Info: Rothestraße 46, 22765 Hamburg, www.diemotte.de

Fischers Park

Es gibt die Menschen, die den ganzen Tag in der Sonne sitzen und abends mit ein paar Bräunungsstreifen nach Hause gehen. Und dann gibt es die (geben wir es mal zu: der Großteil von uns), die nach einer Stunde ohne Sonnencreme die Farbe einer Tomate annehmen. Für alle, die der zweiten Gruppe angehören, ist der Fischers Park im Westen Ottensens die perfekte Anlaufstelle, wenn die Sonne im Sommer mal wieder erbarmungslos vom Himmel scheint. Der kleine Park, auch liebevoll „Fischi“ genannt, ist komplett umgeben von alten Bäumen, die mitten im Wohngebiet nicht nur nötige Ruhe schenken, sondern die Bänke am Wegrand auch in schattige Sitzplätze verwandeln. Wer sich doch in die Sonne wagt, kann sich auf der zentralen Wiese bräunen, auf dem großen Multifunktionsfeld Fuß- oder Basketball spielen oder seine Kinder zur Abkühlung ins Planschbecken stecken.

Info: Anfahrt über Elbchaussee, Fischers Allee und Bernadottestraße, Bushaltestelle Bernadottestraße

Rathenaupark

Im Rathenaupark vergisst man schnell mal, dass man sich in einer Millionenstadt befindet. Die in den 20er Jahren entstandene Parkanlage ist an einigen Ecken sehr naturbelassen (sprich: ein wenig verwildert). Aber genau das macht den Charme dieser grünen Oase aus. Zwischen Büschen und altem Baumbestand findet ihr hier einen Ruhepol mitten in der Stadt. Kein Wunder, dass man manchmal über Tai Chi- oder Yoga-Gruppen stolpert. Wer sich noch anderweitig sportlich betätigen möchte, kann auf der großen Wiese einen Frisbee hin und her werfen oder Fußball spielen. Am westlichen Ende des Parks hat sich in einem eckigen, flachen Wasserbecken ein kleines Biotop entwickelt, das besonders Kinder spannend finden.

Info: Anfahrt über Bernadottestraße, Am Rathenaupark und Bei Der Rohlandsmühle, Bushaltestellen Hohenzollernring und Philosophenweg

Walter-Möller-Park

Nachdem im Zweiten Weltkrieg ein Großteil der Hamburger Altstadt durch Bomben zerstört wurde, ergriffen die Stadtplaner nach Ende des Krieges eine Chance und planten für den Stadtteil ein umfangreiches Begrünungskonzept. Unmittelbares Ergebnis davon ist der Walter-Möller-Park. Er zieht sich vom Fischmarkt gen Norden bis zur Holstenstraße und wurde nach einem der ersten Opfer der Nationalsozialisten in Hamburg benannt. Heute ist von dieser dunklen Geschichte nichts mehr zu spüren, wenn die Vögel zwitschern und die Sonne scheint. Vor allem Hundebesitzer können sich freuen: Ein Teil des Parks wird als eingezäunte Hundeauslaufwiese genutzt, komplett mit Röhren in mehreren Größen, mit denen Hundehalter ihre vierbeinigen Freunde ein wenig fordern können. Für die Zweibeiner gibt es im Park außerdem einen Skatepark sowie mehrere Sitzgelegenheiten.

Info: Anfahrt unter anderem über Louise-Schroeder-Straße, Königsstraße und Holstenstraße, Bushaltestellen Blücherstraße, Kleine Marienstraße, Fischmarkt und Paul-Roosen-Straße

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