Dave Grohl von den Foo Fighters im Weinhaus Gröhl Weinhaus Gröhl )

5 Geschichten, die Eppendorf nie vergessen wird

Ein Weltstar im Weinladen, die Romanze von Uwe und Ilka, das Ende des "Pö", ein liebestoller Schwan und eine berühmte Ohrfeige – fünf Geschichten, die Eppendorf nie vergessen wird.

1. Der Tag, an dem Rockstar Dave Grohl nach Eppendorf bittet

Ein Tag im Juni 2018. Mit den "Foo Fighters" spielt eine der erfolgreichsten Rockbands unserer Zeit in Hamburg. Frontmann Dave Grohl, einst bei Nirvana als Drummer an den Fellen, düst vor dem Gig auf der Trabrennbahn durch Eppendorf – und erspäht die Weinhandlung Gröhl. Begeistert ob der Ähnlichkeit zu seinem Nachnamen erzählt Grohl die Anekdote abends auf der Bühne. Und lädt Zehntausende Fans für den kommenden Tag mal eben auf ein Gläschen nach Eppendorf ein. Gut, ganz so viele kommen dann doch nicht. Aber ein paar Hundert sind es. Als sie schon wieder weg sind und im Weinhaus Gröhl wieder Ruhe einzukehren scheint, steht Dave mit Töchterchen im Schlepptau auf einmal im Laden, begleicht die Rechnung für die Fans – und nimmt selbst noch ein paar Flaschen mit. Unvergesslich.

2. Eppendorf erlebt eine Hamburger Jahrhundert-Hochzeit

Am 18. Februar 1959 erlebt Eppendorf seine Jahrhundert-Hochzeit. An diesem Tag geben sich Uwe Seeler und seine Ilka da Ja-Wort. In der Eppendorfer Hochzeitskirche St. Johannis, die noch heute bei Paaren beliebt ist. Vor dem bezaubernden Panorama des Alsterlaufs. Uwe ist damals erst 22 Jahre alt, aber schon erfolgreicher Mittelstürmer des HSV. Seine Auserwählte, zwei Jahre jünger als der spätere Ehrenkapitän der deutschen Nationalmannschaft, dribbelt und wirft bei den Handballerinnen des HSV. Die Feier steigt hinterher im Clubheim. Natürlich mit der ganzen Mannschaft. Uwe und Ilka sind bis heute das Hamburger Vorzeige-Ehepaar. "Das macht meine Frau", lässt sich die HSV-Legende stets gern zitieren. Kürzlich gab's im Hause Seeler die Diamantene Hochzeit. Gefeiert wurde, was vor 60 Jahren in Eppendorf begann. Romantisch, oder?

3. Der Tag, an dem der legendäre Onkel Pö schließt

Der 31. Dezember 1985 – für Fans von Kneipenkultur, Kleinkunst und Rockmusik kein guter Tag. Denn in besagter Silvesternacht schließt der wohl legendärste Musikclub Hamburgs für immer. Die Geschichten rund um die kleine Eckkneipe am Lehmweg sind noch heute lebendig. Hat viele Gründe: Denn 15 Jahre lang wurde in dem sogar weltberühmten Club Konzertgeschichte geschrieben. Jede Menge spätere Stars starteten ihre Karriere im "Pö". Al Jarreau gehörte dazu. Er spielte ebenso wie Pat Metheny und die Talking Heads in dem Laden, dem Udo Lindenberg 1973 mit seinem Song "Andrea Doria" ein bleibendes Denkmal setzte. Auch für Komiker wie Otto Waalkes war das "Pö" ein Zuhause. Für Jazzlegenden wie Dizzy Gillespie ohnehin. Sogar U2 spielten vor ihrer großen Zeit mal am Lehmweg. Den Behörden war 1985 die Musikanlage zu laut. Das traurige Ende eines Eppendorfer Kults.

4. Der lüsterne Schwan, der ein Tretboot liebt

Ein Schwan. Ein Tretboot. Es ist Liebe. Wenn auch eine ziemlich einseitige. Viele Eppendorfer werden sich an die Geschichte aus dem Jahr 2004 erinnern. Swanee, so der Name des liebestollen Federviehs, sorgt damals für mächtig Schlagzeilen rund um den Alsterlauf. Er weicht dem von ihm auserwählten Tretboot mit Schwanenoptik nicht mehr von der Seite. Sobald das Teil an Ausflügler vermietet ist, macht sich auch Swanee mit auf die Reise über die Alster. Medien berichten von einem Nest, das der verknallte Schwan seiner Angebeteten aus Plastik baut. Und von Eifersuchtsattacken. Es geht gar die Angst vorm Amok-Schwan um. Doch Swanee bleibt cool. Und ist übrigens kein Einzelfall. In Münster gab es mal eine ähnliche Tretboot-Liebelei.

5. Ende eines Eppendorfer Traumpaars: Die Nacht, in der es bei den Van der Vaarts knallt

In der Nacht, in der es bei Van der Vaarts knallt, knallt es auch auf Eppendorfs Straßen. Es ist Silvester 2012/13. Ein Jahreswechsel, bei dem das Bild vom im Luxuspenthouse an der Eppendorfer Landstraße glücklich lebenden Traumpaar in die Brüche geht. Die Legende vom gefeierten und sympathischen HSV-Star Rafael und seiner schönen Silvie endet in diesen Stunden. Was genau geschah, wissen nur die, die dabei waren. In den Medien ist gar von einer Ohrfeige die Rede, die der von Fans "kleiner Engel" genannte Rafael seiner Angetrauten während der Party im Penthouse verpasst haben soll. Es folgen viele Episoden rund um "Rafa", um Sylvies Freundin Sabia, die danach an der Seite des Holländers lebte. Was nicht folgt, ist grandioser Fußball vom "kleinen Engel". Den nun irgendwie auch keiner mehr so nennen mag.

Achtung, Ironie!

In Eppendorf passieren nicht nur tolle Sachen, Eppendorf ist auch einfach schön, sagt ihr. Das Viertel ist eine totale Katastrophe, sagen wir: 10 Gründe, warum Eppendorf ganz furchtbar ist.

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