(© Jonas Richter )

5 Dinge, die jeder Eimsbüttler mindestens einmal gemacht haben sollte

Egal ob ein Kaffee bei Due Baristi oder einfach Sonne tanken auf dem Else-Rauch-Platz: Stadtteilreporter Jonas Richter verrät euch, was in seinem Viertel Eimsbüttel zum guten Ton gehört.

1. Sich die richtige Strategie für die U2 zurechtlegen

Wer in Eimsbüttel lebt und auf dem morgendlichen Arbeitsweg auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen ist, kommt kaum an der U2 vorbei. Dass diese Gruppe an bahnfahrenden Menschen sehr groß ist, wird einem jeden Morgen schmerzlich bewusst.

An der Lutterothstraße werden zu Stoßzeiten die allerletzten Sitzplätze und die „besten“ Stehplätze vergeben. An Oster- und Emilienstraße drängen anschließend so viele Menschen in die Bahn, dass ein Vergleich zu den vollen U-Bahnen in Tokio nicht weit hergeholt ist. Wer dann an der Christuskirche einsteigen muss, hat wohl nicht erst einmal Bahnen durchfahren lassen, da es schlichtweg keinen Platz mehr gab.

Deshalb gilt: Beobachtet, zu welchen Zeiten ihr am besten einsteigen könnt, stellt euch bereits genau an die Stelle, an der die Bahn zum Stehen kommt, spart aber die ersten Wagons aus. Die paar Meter mehr, die man dann nach dem Aussteigen zurücklegen muss, sind es wert.

2. Sich den Morgen mit dem besten Kaffee der Stadt versüßen

Apropos morgendlicher Arbeitsweg. Wer einen perfekten Start in den Tag sucht, schaut in der Due Baristi Espressobar vorbei und gönnt sich hier eine leckere Kaffeekreation. Früher habe ich meine damalige Mitbewohnerin für verrückt erklärt, da sie jeden Morgen dort Halt gemacht hat, obwohl sich ihr Arbeitsweg dadurch deutlich verlängert hatte. Heute weiß ich: Dieser kleine Umweg lohnt sich! Natürlich versüßt der Kaffee auch das Wochenende.

3. Einen Pudel kegeln in der Lemon Bar

Egal ob am Wochenende oder unter der Woche – das Lemon ist immer einen Besuch wert. Obwohl Yoko Onos Anwälte den einstigen Namen "John Lemon" abändern ließen (völlig irre!), ist der Laden unbeeindruckt bei seinem Konzept aus chilligen Beats, unaufgeregten Drinks und einer alten Kegelbahn geblieben.

Letztere kann wunderbar als Gimmick bei jeder Party eingesetzt werden. Zwei uralte Bahnen und fünf bis sechs Kugeln stehen bereit und können stundenweise gemietet werden. Da der Bereich nahtlos in die Bar eingebunden ist, gibt's eine coole Atmosphäre inklusive. Und schon verliert der Sport direkt sein altbackenes Image.

Noch ein Hinweis am Rande: Das Lemon ist eine Raucherbar.

4. Sich längere Öffnungszeiten im Vineyard wünschen

Jeder Eimsbüttler kennt mittlerweile den Glockenschlag im Vineyard und den anschließenden lauten Ruf des Personals: „Letzte Runde!“. Und fast jeder Gast hat sich in dem Moment bestimmt schon einmal gewünscht, dieser Ausruf würde etwas später ertönen.

Denn seien wir mal ehrlich: Das Vineyard ist die wohl coolste Location in Eimsbüttel und besticht durch eine Riesenauswahl an Weinen, leckere Speisen und eine tolle Atmosphäre. Der ideale Ort eben für ein Zusammenkommen mit Freunden, für Dates, für ein Kennenlernen am Nachbartisch oder einfach nur für den Weingenuss.

Bitte, liebe Besitzer – lasst uns doch einfach nur länger bei euch bleiben!

5. Innehalten und genießen

Das Schöne an Eimsbüttel ist ja seine „Hybrid-Location“. Unser Viertel liegt zwar sehr zentrumsnah, bietet jedoch auch Ruhe und Rückzugsorte vom großstädtischen Treiben. Und genau die sollte man auch mal öfter bewusst wahrnehmen.

Wer einmal im Sommer einem spielenden Kind auf dem Else-Rauch-Platz einen Ball zurückgespielt oder bei einer Runde um den Weiher Hunde bei der vergeblichen Entenjagd beobachtet hat, der muss zwangsweise in sich hinein lächeln und denken: "Ach, wat is‘ Eimsbüttel doch schön!"

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