(© Shutterstock / Christian Horz )

5 Dinge, die ihr über Eppendorf wissen müsst

Sanierte Altbauten, viele nette Cafés und zauberhafte Alsterkanäle, so kennt ihr Eppendorf. Doch es gibt noch viel mehr zu erzählen über diesen schönen Stadtteil. Hier kommen fünf Dinge, die ihr dringend über Eppendorf wissen müsst.

Jan Delay und Samy Deluxe: Was Hamburgs Hiphop-Helden mit Eppendorf zu tun haben

Von wegen Eimsbüttel und Eimsbush – in Wahrheit ist Jan Phillip Eißfeldt, besser bekannt mit dem Künstlernamen Jan Delay, nämlich Eppendorfer durch und durch. Ein echter Hamburger allemal – auch wenn er keine Gelegenheit auslässt, von seiner Liebe zu Werder Bremen zu schwadronieren. Aber egal, wir mögen diesen näselnden Typen, der in unserem Viertel groß wurde. Der Rapper von den Beginnern wuchs nämlich in einem einst besetzten Altbau in der Haynstraße auf. Im Song "Lang is her" erinnert er sich an seine Jugend. Gemeinsam mit einem Ex-Nachbarn, keinem geringeren als Samy Deluxe. "Allein unter Poppern, sie spielten Tennis und Golf. Sie hielten ihr Viertel sauber und wir taggten es voll", rappen die beiden Hamburger Hiphop-Helden. Über Eppendorf. Nicht über Eimsbüttel.

Rafael van der Vaart: Der kleine Engel und der schöne Stadtteil

2005 war es. Da lotste ein mittlerweile schon zweimal beim HSV vom Hof gejagter Sportchef einen echten Weltstar aus Amsterdam an die Elbe. Genauer gesagt an die Alster. Denn für Rafael van der Vaart, der fortan im Volkspark kickte, musste es zum Leben einfach das schnieke Eppendorf sein. In einem Penthouse an der Eppendorfer Landstraße residierte die Nummer 23. Und ja, die legendäre Ohrfeige für Gattin Sylvie in der Silvesternacht 2013 – auch das geschah in einer 400 Quadratmeter großen Wohnung in Eppendorf. Der kleine Engel, wie Rafael van der Vaart in Hamburg von Fans genannt wurde, war zuletzt in Dänemark zu Hause, ist aber noch oft zu Besuch in seinem alten Stadtteil. Sohn Damian kickt bei Victoria. In Eppendorf.

Wolfgang Borchert: Der Dichter aus Eppendorf, der am Krieg erkrankte

Dass Krieg krank macht, ist ein geflügeltes Wort. Wolfgang Borchert hat das am eigenen Leib erfahren. Einer der bedeutendsten deutschen Literaten des 20. Jahrhunderts wuchs in den 1920er Jahren im Haus in der Tarpenbekstraße 82 in Eppendorf auf. Borchert, der schon früh auch Gedichte schrieb, wollte Schauspieler werden. Im Mai 1941 wurde der überzeugte Pazifist in den Krieg gerufen und an die vorderste Front geschickt. Er erkrankte schwer, starb am 20. November 1947 im Alter von 26 Jahren an einer Leberkrankheit. Tags darauf fand in Ida Ehres Hamburger Kammerspielen die Uraufführung seines berühmten Schauspiels "Draußen vor der Tür" statt. Das Stück ist das bedeutendste Erbe des Eppendorfers, dessen gesamtes Oevre zwischen zwei Buchdeckel passt. Weil er zu wenig Zeit hatte.

Mühlenteich: Warum Hamburgs Schwäne in Eppendorf überwintern

Wusstet ihr schon, dass Schwäne nicht so auf Winter stehen? Tja, ist halt schwierig mit der Nahrungssuche auf der Alster oder in den Kanälen, wenn es so richtig friert. Aber es gibt ja Eppendorf. Und den Mühlenteich. Dort wird ein Revier den ganzen Winter eisfrei gehalten. Die Stadt hat eine Unterwasserpumpe im Einsatz, die das gewährleistet. Im März kehrt die mehr als 100 Tiere zählende Kolonie dann unter Bootbegleitung des Schwanenvaters zurück auf die Alster, in ihre Kanäle und Fleete. Warum Hamburg sich so um die Alsterschwäne kümmert? Weil sie seit 1664 per Gesetz geschützt sind. Nicht mal beleidigen dürft ihr die Alsterschwäne. Denn dann droht Bußgeld.

Onkel Pö: Als Hamburgs heißester Musikclub noch in Eppendorf war

"Bei Onkel Pö spielt 'ne Rentnerband seit 20 Jahren Dixieland." Diese Zeile kennen wohl die meisten Hamburger. Udo Lindenberg schuf mit ihr und seinem Song "Andrea Doria" einem der heißesten Musikclubs Hamburgs ein Denkmal. 15 Jahre gab es den holzgetäfelten und verrauchten Laden mitten in Eppendorf. Das legendäre Pö eröffnete 1970 im Lehmweg 44. 1985 gingen schließlich die Lichter aus. Jahre in denen Bebop-Urvater Dizzy Gillespie, Jazz-Heroe Chet Baker, Funk-Meister Johnny Guitar Watson und der Blues-Gitarrist Albert Collins ein- und ausgingen. Und natürlich Otto Waalkes, der seine Kalauer im Pö testen durfte, bevor sie ihn zum erfolgreichsten Komiker des Landes machten. Für Udo war das Onkel Pö ein Heimathafen. Seine Zeilen über die Eppendorfer Musikkneipe hallen 2019, wenn "Lindi" auf Tour geht, wieder durch große Arenen. Auch die hier, die ans Pö erinnert: "'N Groupie haben die auch, die heißt Rosa oder so. Und die tanzt aufm Tisch wie ein Go-Go-Go-Girl."

Darum ist Epppendorf ganz, ganz furchtbar

All das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Eppendorf in Wahrheit ein wirklich scheußlicher Stadtteil ist. Wir haben hier ganze 10 Gründe, warum ihr diese Ecke Hamburgs dringend meiden solltet.

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