Unsplash / Eddie Kopp )

12 Tipps für ein nachhaltigeres Leben in Hamburg

Nachhaltige Tipps für alle Hamburger, die mehr tun wollen, als mit einem Jutebeutel einkaufen zu gehen.

1. Kauft in Unverpackt-Läden ein

Seid ihr in letzter Zeit auch mal mit offenen Augen durch den Supermarkt gegangen und wart erschüttert darüber, wie viel – von der Bio-Gurke bis zu den Gummibärchen – in Plastik eingeschweißt ist? Zum Glück gibt es dafür eine Lösung, denn mittlerweile haben wir in Hamburg mehrere Läden, in denen ihr Lebensmittel unverpackt einkaufen könnt. Dazu zählt "Bio.lose" in der Osterstraße. Hier könnt ihr euch nicht nur alle Lebensmittel in eure eigenen Behälter abfüllen und somit der Plastikmüllflut in eurer Küche entgehen, bei Bio.lose gibt es ausschließlich Bio-Produkte. Ein weiterer Vorteil: Weil ihr euch hier nur so viel abfüllt, wie ihr braucht, ist es gut möglich, dass ihr auch weniger wegwerft.

Info: Osterstraße 81, 20259 Hamburg, Mo-Fr 8 bis 20 Uhr, Sa 8 bis 18 Uhr; www.biolose.de

2. Geht öfter vegan essen

Ob ihr es immer schafft oder zumindest öfter als vorher: Sich vegan zu ernähren, ist gut für Tiere, für euch und die Umwelt. Schließlich ist mittlerweile wohl ausreichend belegt, dass Fleisch ein absoluter Klimakiller ist. Besonders gut vegan essen gehen, könnt ihr zum Beispiel bei "Happenpappen" an der Feldstraße. Ein täglich wechselnder Mittagstisch aus Bowls, Currys, Quiches und Salaten lässt keine Wünsche offen. Die veganen Kuchen und Torten sind immer eine süße Sünde wert. Und die große Auswahl an köstlichen, veganen Burgern am Abend ist einmalig in Hamburg. Gönnt euch – ganz ohne schlechtes Gewissen.

Weitere vegane Restaurants und Cafés in Hamburg findet ihr hier.

Info: Feldstraße 36, 20357 Hamburg, Di-Fr 12 bis 22 Uhr, Sa 10 bis 22 Uhr, So 10 bis 17 Uhr; happenpappen.de

3. Überdenkt eure Beauty Produkte

Hand aufs Herz, wie viele Tuben und Tiegelchen habt ihr zuhause im Bad stehen? Wie viele davon sind aus Plastik, dann noch voller Chemikalien und im schlimmsten Fall noch Mikroplastik? Die Hamburger Seifenmanufaktur "Terrorists of Beauty" sagt der klassischen Kosmetikindustrie den Kampf an. Mit Haarseifen, Gesichtsseifen und Alles-Seifen für Männlein oder Weiblein. Und die Seife von Terrorists of Beauty kommt ganz ohne chemische oder tierische Inhaltsstoffe, Tierversuche, Plastik und Palmöl aus. Probiert es aus. Was für eine Erleichterung wäre es zu wissen, dass ihr nie wieder ein Vermögen in der Drogerie ausgeben müsst? Mehr tolle handgefertigte Kosmetik findet ihr zum Beispiel auch bei "S Fachl" in Ottensen.

Info: www.terroristsofbeauty.com

4. Kauft Lebensmittel über die solidarische Landwirtschaft vom "Kattendorfer Hof"

Das Prinzip der solidarischen Landwirtschaft ist einfach wie genial: Ihr bezahlt nicht einzelne Lebensmittel im Laden, sondern finanziert eine gesamte landwirtschaftlich Produktion. Dafür zahlt ihr einmal pro Monat einen festen Beitrag. Im Gegenzug dafür, könnt ihr euch jede Woche eine Kiste, gefüllt mit frischen Produkten direkt vom Erzeuger abholen. So haben die Landwirte Planungssicherheit und können sich, ganz ohne Preis- und Einkommensdruck, um ihren Hof kümmern. Einer der landwirtschaftlichen Betriebe in der Region Hamburg, die dieses Prinzip anbieten, ist der "Kattendorfer Hof". Dieser hat Hofläden in Eimsbüttel, der Schanze und in Barmbek, wo ihr euren Ernteanteil abholen könnt.

Info: Max-Brauer-Allee 249, 22769 Hamburg, Mo, Mi+Do 11 bis 20 Uhr, Di+Fr 12.30 bis 20 Uhr, Sa 9 bis 17 Uhr; www.kattendorfer-hof.de

5. Schlemmt verpackungsfrei im "In guter Gesellschaft"

"In guter Gesellschaft" ist das erste Café in Deutschland, das sich dem Zero-Waste-Gedanken verschrieben hat. Bedeutet: Wer hier speist, produziert keinerlei Müll. Gemüse und Obst wird ohne Verpackung angeliefert, Gläser von Eingemachtem werden als Trinkgläser auf den Tischen oder für To-go-Getränke wiederverwendet. Denn auch Einwegbecher gibt es hier natürlich nicht. So produziert das Restaurant gerade einmal einen Liter Müll pro Woche. Ziemlich beeindruckend!

Info: Sternstraße 25, 20357 Hamburg, Sa+So 9.30 bis 21 Uhr; in-guter-gesellschaft.com

6. Nutzt nachhaltige Hygieneartikel von "Hydrophil"

Weg mit dem Plastik: Wie wäre es also, wenn ihr eure Billo-Zahnbürsten aus dem Vorteilspack gegen eine nachhaltige aus Bambus austauscht? Die Exemplare von "Hydrophil" bestehen zu 100 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen und sind so viel hübscher als die gewöhnlichen Varianten. Wattestäbchen aus Bambus und Bio-Baumwolle, Mundwasser in einer Glasflasche und viele andere nachhaltig hergestellte Hygieneartikel gibt es hier übrigens auch. Immer schön sauber bleiben! Die Produkte gibt es in den Unverpackt-Läden und manchmal sogar in der Drogerie. Übrigens: 10 Prozent der Gewinne gehen an "Viva con Agua".

Info: hydrophil.com

7. Kauft Vintage-Möbel bei "Stilbruch"

Ihr findet nichts Schöner, als euer Heim ständig mit neuen Möbelstücken und Wohnaccessoires neu einzurichten? Dann schaut doch mal bei "Stilbruch" vorbei. Die Kaufhäuser sind voll mit wahren Vintage-Schätzen, die ehemalige Besitzer hier zurückgelassen haben oder die vor dem Sperrmüll gerettet wurden. Das Tolle daran: Ihr müsst nicht am Samstagmorgen ein völlig überfülltes, geringfügig bekanntes schwedisches Möbelhaus stürmen und findet mit ein bisschen Glück auch noch tolle Möbel mit Charakter, die keiner eurer Freunde hat. Oh achso: Unverschämt günstig ist es hier auch noch. Und falls ihr nichts findet, gibt es immer noch die besten Hamburger Indoor-Flohmärkte.

Info: Ruhrstraße 51, 22761 Hamburg, Mo-Sa 10 bis 18 Uhr; www.stilbruch.de

8. Kauft Lebensmittel aus der Region bei "Frischepost"

Wie können wir auch in der Stadt nachhaltiger leben und die Natur möglichst wenig belasten – ohne den Spaß an schönen Dingen oder am Essen zu verlieren? Der Online-Hofladen "Frischepost" bringt Produzenten aus der Hamburger Region und Verbraucher wieder näher zusammen und gibt so eine Antwort auf die Frage. Wer hier bestellt, weiß nicht nur ganz genau, wer seine Lebensmittel produziert hat, sondern bekommt auch Gemüse geliefert, das oft noch vor ein paar Stunden auf dem Feld war. Frischer geht’s kaum! Übrigens: Ihr könnt euch euren "Frischpost"-Einkauf nicht nur nach Hause, sondern auch in unsere kiekmo-Schließfächer liefern lassen.

Info: frischepost.de

Frischepost-Gründerin Eva Neugebauer (r.) und Logistikleiterin Thi Tran in einer Haspa-Filiale in Ottensen. (© Marcus Schöne )

9. Shoppt Secondhand-Klamotten bei "Picknweight"

Fast Fashion war gestern. Heute ist Vintage angesagt! Eine der coolsten Adressen in Hamburg für Secondhand-Klamotten ist definitiv "Picknweight". Denn der Laden ist voll mit Kleidungsstücken aus längst vergangenen Jahrzehnten, die nur auf einen zweiten Frühling mit euch warten. Also schnappt euch eure liebsten Shopping-Kumpanen und geht mal wieder richtig ausgiebig Klamotten einkaufen. Hier könnt ihr das ganz ohne schlechtes Gewissen.

Info: Beim Grünen Jäger 16, 20359 Hamburg, Mo-Sa 11 bis 20 Uhr; picknweight.de

10. Geht nachhaltig und verdammt gut essen im "Wolfs Junge"

Im "Wolfs Junge" wird zum Großteil mit Produkten aus der Region gekocht. Seine Küche beschreibt Chefkoch und Restaurantbesitzer Sebastian Junge aber trotzdem lieber als "land- und handgemacht", weil das Wort "regional" einfach viel zu inflationär und von jedem verwendet wird. Der Name ist hier auf jeden Fall Programm. Denn vom Sauerteig­brot über Wurst bis hin zu Pralinen wird in der Küche des Restau­rants "Wolfs Junge" alles selbst her­ge­stellt. Die Zutaten dafür sind allesamt bio-zerti­fiziert und von hoher Qualität. Und das schmeckt auch so!

Info: Zimmerstraße 30, 22085 Hamburg, Di-Fr 12 bis 14.30 Uhr & 18 bis 23 Uhr, Sa 18 bis 23 Uhr; www.wolfs-junge.de

Just My Hype / Felix Valentin )

11. Kauft euch Produkte aus Upcycling

Was tun mit all dem Müll in der Welt? Ein paar schöne Ideen lassen sich durchaus finden, auch in Hamburg gibt es Menschen, die Tolles aus Upcycling schaffen. Da wären zum Beispiel die "Bracenets", schicke Armbänder aus alten Geisternetzen oder für die Yogis unter euch die nachhaltigen Yogamatten von "hejhej-Mats", die zwar aus Plastikmüll sind, aber trotzdem sehr schick aussehen.

12. Und vor allem: Kauft euch einfach mal gar nichts

So glücklich einkaufen manchmal auch macht und so hübsch designt viele nachhaltige Produkte auch sind: Kauft am besten nur, wenn ihr etwas braucht. Denn auch Überkonsum ist ein nicht gerade kleines Problem auf unserer schönen Welt. Peace, Love and Out.

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