(© Sven Döring )

10 Typen, denen ihr bei einem Spaziergang um die Alster begegnet

Wir könnten stundenlang am Ufer der Alster sitzen und einfach nur aufs Wasser blicken! Wenn ihr euch aber mal umschaut, gibt es noch viel mehr zu sehen: Hier kommen zehn Typen, die ihr bei einem Spaziergang um die Alster bestimmt zu Gesicht bekommt.

Die hochmotivierten Jogger

Der 7,4 Kilometer lange Alsterlauf ist wohl eine der schönsten Laufstrecken in Hamburg. Das Problem: Am Wochenende wimmelt es nur so vor hochmotivierten Joggern, die alle ihre neue Bestzeit laufen wollen. Statt also den Blick auf das Wasser zu genießen, muss man die ganze Zeit darauf achten, keinem Nike-Sprinter und keiner Adidas-Athletin in die Quere zu kommen. Falls das doch mal passieren sollte, muss man sich auf spritzende Schweißtropfen gefasst machen. Und wenn wir dann die super sportlichen Jogger in ihren top Outfits und Figuren sehen, fühlen wir uns wieder schlecht, so lange kein Sport gemacht zu haben!

Typischer Satz: "Platz da, ich komme!"

Ihr denkt: Hilfe! Wo soll ich denn hin?

Die anstrengenden Gassi-Geher

Unglaublich süße Hunde sieht man in Hamburg in der Bahn, an der Elbe und in jedem unserer Lieblings-Cafés. Ob die Alster jedoch der perfekte Ort zum Gassi-Gehen ist, ist manchmal fraglich. Wenn Sonntagvormittag die Massen an die Alster strömen, hat der süße Wautz bestimmt nicht so viel Spaß. Statt Toben auf weitläufigen Hundewiesen gibt es hier eher ständiges Zerren an der Leine, weil überall andere Hunde, verängstigte Menschen und plötzlich auftauchende Jogger warten – klasse! Aber schaut mal genauer hin: An der Theorie, dass Hunde ihren Besitzern ähnlich sehen, ist erschreckend häufig etwas dran.

Typischer Satz: "Hiiiiieeeeer her, Emmy"

Ihr denkt: Die Ähnlichkeit zwischen dir und deinem Mops ist unverkennbar!

Die Laufsteg-Mädels

Mädel, das hier ist kein Laufsteg! Manchmal fragt man sich wirklich, ob man im falschen Film ist. Da will man einfach nur einen entspannten Nachmittag an der Alster verbringen und auf einmal kommt man in eine Wolke aus rosig-blumig-süß-stinkendem Parfum. Da ist die Ursache nicht so schwer auszumachen: Eine Gruppe Mittzwanziger Mädels in einheitlicher Uniform aus Crop-Top und Highwaist-Rock, mit dem Smartphone in der Hand und immer auf der Suche nach dem perfekten Instagram-Schnappschuss. Bitte. Kinder. Wenn ihr gesehen werden wollt, dann ab zum Jungfernstieg, schließlich war das schon damals die Flaniermeile für unverheiratete Frauen, und lasst uns die Alster als Entspannungsort.

Typischer Satz: "Kannst du hier vielleicht nochmal ein Foto von mir machen?"

Ihr denkt: Ist das nicht ein BH?

Die begeisterten Touristen

Ok, Hamburg-Besucher gehören schon irgendwie zum Stadtbild dazu, aber manchmal wünschen wir uns, dass es hin und wieder einen Einreisestopp geben würde. Wenn sonntags die Sandalen- und Rucksack-tragenden Touris um die Alster watscheln und jede erdenkliche Ecke fotografieren, dann würden wir ihnen am liebsten Instagram erklären, denn da gibt's jedes Foto schon in hundertfacher Ausgabe. Wenn wir dann allerdings daran denken, dass irgendwo ein Onkel sitzt, der sich demnächst durch das selbstgeschnittene, 50-minütige Urlaubsvideo quälen muss, können wir unser Grinsen nicht verstecken.

Typischer Satz: "Sabine, schau mal, der Fernsehturm!"

Ihr denkt: Der arme Onkel!

Die rasenden Biker

Hamburg ist eine Fahrradstadt, keine Frage. Wenn man morgens zur Arbeit radelt und das Glück hat, an der Alster entlang zu fahren, verliebt man sich jedes Mal aufs Neue in diese wunderbare Stadt. Aber wenn man meint, man müsse an einem sonnigen Samstag unbedingt und ganz ganz dringend an der Alster entlang zu einer Verabredung, dann hat man so einiges falsch verstanden: Da ist kein Durchkommen. Stattdessen sind die Fußgänger von den Radfahrern und die Radfahrer von den Fußgängern genervt. Also, liebe Single-Speed-Flitzer: Nehmt doch bitte die Parallelstraßen oder schaltet mal einen Gang runter (den ihr ja leider nicht habt).

Typischer Satz: (Aggressives Fahrradklingeln)

Ihr denkt: HILFE!

Die aktiven Wassersportler

SUP, Kanu, Tretboot – Wassersport ist in Hamburg ziemlich beliebt. Das sieht man vor allem an heißen Sommertagen, wenn man von der Krugkoppelbrücke aus mehr nackte Oberkörper und bunte Wassersportgeräte sieht, als kühles Blau. Da hat man manchmal das Gefühl, man würde auf einen Ameisenhaufen starren, so viel bewegt sich da. Müssen wir da mitmachen? Na klar! Schließlich gibt es nichts Schöneres, als bei einer Tour über die Alster die ganze Zeit darauf zu achten, dass man keinen Schwimmer über- oder eine grölende Jungsgruppe im Schlauchboot anfährt. Traumhaft!

Typischer Satz: "Vorsicht!!!"

Ihr denkt: Das nächste Mal geh ich im Regen auf die Alster.

Die unangenehmen Dates

Was haben uns Felix Lobrecht und Tommi Schmidt beigebracht? Genau, das perfekte erste Date ist ein Spaziergang! Naja, leider haben wohl zu viele Leute diese Folge Gemischtes Hack gehört, sodass es teilweise nur so vor nervösen Schnurrbartträgern und gackernden Halfbun-Mädels rund um die Alster wimmelt. Da wird einem schon beim Zusehen ganz unwohl. Man schnappt unangenehme Gesprächsthemen auf und stellt ganz seltsame Verrenkungen der Arme fest (Wohin mit diesen ungelenken Stöckern?). Macht euch einfach mal einen Spaß draus und schaut den schwitzenden, zitternden und stotternden potentiellen Pärchen dabei zu. Vielleicht könnt ihr für euer nächstes Date ja noch was lernen. Oder ihr schnappt euch gleich ein Tretboot. Ist zwar super kitschig, aber perfekt für ein erstes Treffen.

Typischer Satz: "Und, was machst du so in deiner Freizeit?"

Ihr denkt: Oh je, NIE wieder Tinder-Dates für mich!

Die lauten Teenager

Sommerferien, das waren noch Zeiten. Jeden Tag ausschlafen, planlos in den Tag starten und den ganzen Tag mit den Freunden im Schwimmbad verbringen. Heute nerven uns die Teenies eher, wenn sie mit viel zu lauter Musik an der Alster rumhängen und riesige Flächen belagern. Sie nehmen die besten Plätze ein, da sie schon mittags vor Ort sind und stören unsere Feierabendruhe. So kann man sich doch nicht vom stressigen Büroalltag erholen?! Vielleicht sind wir aber auch nur ein kleines bisschen neidisch, dass die Sommerferienzeit für uns schon so lange vorbei ist.

Typischer Satz: "Bruder, spiel mal Apache und dreh auf!"

Ihr denkt: Wieso hat die Jugend von heute keinen Geschmack mehr?

Die eifrigen Wandersleut

Dann gibt es natürlich noch die Typen, die mit ihren Wanderschuhen um die Alster stratzen, als würden sie den Brocken im Harz erobern. Mit angezogenem Tempo und im Wechsel mit Stock und Fuß flitzen die motivierten Nordic Walker zwischen Fußgängern und Joggern hindurch und bringen das gesamte Tempo durcheinander. Vielleicht sollten die eifrigen Wandersleut statt ihrer Stöcke mal ein Bierchen mitnehmen und einfach den entspannten Spaziergang um die Alster genießen. Musik auf die Ohren, wie die vielen anderen Menschen ganz verträumt in die Ferne blicken und über das eigene Leben und den Sinn dahinter nachdenken.

Typischer Satz: (Gleichmäßige Atemgeräusche im Takt zu den Walking Stöcken)

Ihr denkt: Das hier ist nicht der Teufelsstieg im Harz!

Die übereifrigen Picknicker

Ok, ok, das haben wir wirklich alle schon gemacht und das ist auch wirklich toll: Picknicken an der Alster. Mit einer Flasche Wein oder Bier, ausreichend Snacks und einer großen Decke kann man an der Alster einfach Stunden verbringen! Manche Leute übertreiben es dann aber dennoch und reisen mit Bollerwagen und Stereoanlage an. Oder haben Delikatessen im Schlepptau, sodass das Picknick zu einer Art Luxus-Dinner wird. Leute, alles in Maßen bitte!

Typischer Satz: "Reichst du mir mal den Kaviar und die Grissinis?"

Ihr denkt: Selbst an meinem Geburtstag hab ich noch nie so dekadent gegessen.

Von der Alster an den Badesee in Hamburg

Falls euch die Alster mal wieder zu voll ist, könnt ihr euch in diesen Badeseen in Hamburg eine tolle Abkühlung holen. Und natürlich gibt es auch in anderen Stadtteilen ganz besondere Menschen. Welchen Typen ihr in der Schanze über den Weg lauft, verraten wir euch!

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