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10 Sätze, die ein Eppendorfer niemals sagen würde

Nun aber her mit den Klischees: Hier kommen 10 Sätze, die ein Eppendorfer so nie sagen würde. Natürlich nicht immer ganz ernst gemeint. Manchmal aber schon...

1. "Welchen Parkplatz nehm ich bloß?"

Ach, nimm doch einfach den da, direkt vor unserem Hauseingang. Ja nee, ist klar. Habt ihr schon mal versucht, wochentags in Eppendorf eine Lücke zu finden, die nicht gleich die Udls (so nannte der Hamburger früher Polizisten) auf den Plan ruft? Keine Chance. Für die ganz Harten hier ein nett gemeinter Tipp: Wenn ihr spät kommt und früh aufsteht, geht kostenlos einiges – und zwar vorm UKE. Aber nicht zu lange parken. Sonst darf der Abschlepper seine Rechnung schreiben. Der liebt Eppendorf.

2. "Ich hätte gern vom Butterkäse für 6,99 das Kilo."

Nein, nicht von dem uralten und elendig teuren Bergkäse vom Biomarkt am Marie-Jonas-Platz. Moment, wir sind in Eppendorf? Na gut. Das ist der Stadtteil der gesunden Genießer. Da tobt samstags das Leben am Käsestand. Schnell noch ein Dinkelbrot besorgen. Ist hier immer schnell ausverkauft.

3. "Gibt's hier nirgendwo was zu Essen?"

Ist ja die reinste Gastrowüste hier. Nein! Die Wahrheit ist, dass ihr in Eppendorf von einem Koch zum nächsten gereicht werdet. Gibt eigentlich nichts, was es nicht gibt. Macht es allerdings nicht leichter für die Gastronomen. Der Kampf ist hart. Alles muss stimmen, von der Küche bis zum Service. Sonst heißt der Laden demnächst anders. Wir Eppendorfer sind eben verwöhnt, wenn's um Leckereien geht.

4. "Einen normalen Filterkaffee, bitte."

Eppendorf trinkt Latte, Americano oder Flat White. Vielleicht auch Espresso. Filtercafé wie früher bei Mutti – da wird es echt schwierig. Gestattet sei die Frage: Warum müssen diese Coffeeshop-Ketten sogar nebeneinander ihre Stores eröffnen, um Heißgetränke von bedingter Qualität zu verhökern? Das Zeug schmeckt ja manchmal wie Milchsuppe mit 'ner halben Bohne drin. Ok, es geht auch anders in Eppendorf. Zum Beispiel in der Dependance der Speicherstadt Kaffeerösterei am Eppendorfer Baum, da wird noch von Hand gebrüht.

5. "Ich mag kein Sushi."

Echt nicht? In Eppendorf schwer vorstellbar. Gibt schließlich grandiose Läden für rohen Fisch hier, nicht zuletzt das "Ono", das Restaurant von Steffen Henssler am Isebekkanal. Ein kulinarischer Hotspot. Wie auch das Raw Like Sushi an der Martinistraße, unweit des Marktplatzes.

6. "Krieg ich ein Selfie, Sylvie?"

Das da vorn ist doch nicht etwa die Sylvie Meis? Doch, natürlich ist sie das. Die lebt nämlich hier. In Eppendorf. Wie so viele andere Promis der Kategorien A,B und C. Fernsehköche, Schauspieler, Musiker. Und die halbe Mannschaft des HSV. Gibt ja auch herrliche Lofts hier, riesige Penthousewohnungen im Altbau. Muss man halt bezahlen können. Eppendorfer jedenfalls sammeln keinen Autogramme oder fragen nach Selfies. Das machen höchsten Zugereiste.

7. "Ist das etwa Jugendstil?"

Na klar ist es das. Gibt ja kaum was anderes in Eppendorf. Schön weiß getüncht, gern auch mal mit Säulen oder Torbogen davor. Edel eben. Wenn ihr schnöden Klinkerbau bevorzugt, müsst ihr schon etwas länger suchen. Oder gleich in die Bahn steigen. Nach Barmbek oder Alsterdorf.

8. "Wir zahlen unter zehn Euro pro Quadratmeter. "

Klar, alles andere wäre ja auch Wucher. Oder? Richtig. Und der hat in Eppendorf leider Konjunktur, da beißt die Maus kein Faden ab. Gerade erst zu spüren am Marktplatz, wo das Restaurant Trés Castagne einem riesigen Neubau weichen musste. Findige Journalisten recherchierten den Kurs für eine Bude in dem Haus – und berichteten über 27 Euro pro Quadratmeter, die aufgerufen werden. Wohn-Wahnsinn à la Eppendorf.

9. "Ich jogge nicht."

Warum auch? Nur weil es in Eppendorf einige der schönsten Laufstrecken Hamburgs gibt. Genau darum! Zum Beispiel am Mühlenteich, am Alsterlauf und entlang des Isebekkanals. So viel grün und blau mitten in der Stadt. Das ist doch wirklich mal ein Grund, ins Schwitzen zu kommen.

10. "Wo bitte geht’s nach Winterhude?"

Egal, da will doch niemand hin. Alles voller Rentner da. Und diese Backsteinbauten vom alten Schumacher-Fritz. Voll unedel. Viel zu bieder. Nicht hip. Winterhude schockt und schillert nicht. Wir bleiben zu Hause. In unserem Eppendorf.

Warum Eppendorf ganz furchtbar ist

Obwohl: Wenn wir näher drüber nachdenken. Sooo schön ist es in unserem Viertel dann doch nicht. Ihr glaubt es nicht? Dann haben wir hier 10 Gründe, warum Eppendorf ganz furchtbar ist. Natürlich mit einem Augenzwinkern.

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