(© MARKK, Paul Schimweg )

10 Gründe, warum Rotherbaum ganz furchtbar ist

Wer noch immer glaubt, dass es toll sei, in einem Stadtteil zu wohnen, der mit alten Protzvillen, Restaurants, Theatern und Museen zugepflastert ist, hat eindeutig die Kontrolle über sein Leben verloren. Hier kommen 10 Gründe, warum ihr um Rotherbaum dringend einen großen Bogen machen solltet.

1. Rotherbaum ist zu alt

Häuser im englischen Tudorstil, klassische, strahlenweiße Altbauten und die protzigsten Villen, die ihr euch vorstellen könnt. Rotherbaum ist eine Ansammlung scheußlichster Architektur aus den letzten zwei Jahrhunderten. Wer sich in den Straßen des völlig überbewerteten Stadtteils verirrt, wird sich hier um viele Jahre zurückversetzt fühlen. Dabei ist neu doch immer besser. Und überhaupt: Wer soll denn bitte Wohnungen mit 3,30 Meter Deckenhöhe heizen? Hat daran schon mal irgendjemand gedacht?

2. Hier fahren zu viele Busse und Bahnen

Da will man nach einem anstrengenden Tag einfach mal eine halbe Stunde im Regen stehen und sich darüber aufregen, dass der Heimweg in so Großstädten wie Hamburg immer ewig dauert, da rauscht schon der nächste Bus der Linie 5 gefolgt vom 4er an. Kaum hat man sich dann einen Platz in den extra-langen Bussen erkämpft, da muss man schon wieder aufstehen, weil man sein Ziel bereits erreicht hat. Geht das noch jemandem zu schnell hier!?

3. Was für ein Theater!

Dass es das überhaupt noch gibt! Gleich eine Handvoll Theaterhäuser findet ihr im scheußlichen Rotherbaum. Theater! Menschen sitzen in Reihen vor einer Bühne mit viel zu grellem Licht, auf der andere Menschen Monologe längst toter Schriftsteller raushauen, die keiner mehr versteht. Was für ein seltsames Konzept.

(© picture alliance / Markus Scholz/dpa )

4. Es gibt zu viele Restaurants

Haben die Menschen eigentlich kein Zuhause mehr? An jeder Ecke findet ihr in Rotherbaum Restaurants, Cafés, Kneipen und Bars, die gefüllt sind mit schnatternden Menschen, die so tun, als sei Essen gehen mit Freunden das Tollste von der Welt und darauf auch noch mit Wein gefüllten Gläsern anstoßen. Das kann doch alles nur Fake sein.

5. Überbewertete Wassermassen: die Außenalster

Jetzt mal im Ernst: Da hat man sich dazu entschlossen, in einem angeblich sooooooo begehrten Stadtteil wie Rotherbaum zu wohnen und dann grenzt das Ding an einer Seite komplett an die Außenalster. Nur damit das jeder richtig versteht: Das ist Wasser! Der Stoff, der zwei Drittel unseres Planeten bedeckt. Und was soll daran jetzt bitte besonders sein?

6. Zu große Grünflächen – mit Blick auf besagte Alster

Und als ob das ganze Wasser nicht schon genug wäre, haben die direkt davor riesige Grünflächen mit unverbautem Blick auf die Alster angelegt. Hier können Menschen spazieren, mit Kindern spielen und auf irrwitzig karierten Decken picknicken. Auf dem Boden! Wie unkultiviert ist das denn?

7. Museum, Museum, Museum

Das Mineralogische Museum, das MARKK, das zoologische Museum –Rotherbaum ist voll von diesen mit Infos voll gestopften Häusern. Haben die Leute in diesem Stadtteil keinen Zugang zum Internet oder warum stehen die so unfassbar darauf, ihre Zeit in Museen zu verbringen? Vielleicht ist es durch die gigantischen Wassermassen und die Busverkehrsdichte gestört...

8. Viel zu hektisch

Tolle Fachgeschäfte, kleine Boutiquen, inhabergeführte Restaurants und die Universität Hamburg – die Grindelallee zieht mit all diesen Dingen täglich Tausende Menschen an. Als lebendiges Viertel wird es deshalb immer gern betitelt. Netter Euphemismus für anstrengend und überfüllt.

9. Wie auf dem Dorf hier

Da flüchtet man aus dem Grindelviertel, biegt zweimal falsch ab und ist schon in Pöseldorf gelandet – und der Name ist hier Programm. Denn so verwinkelte Gassen mit Kopfsteinpflaster und niedlichen Häuschen findet man sonst wohl wirklich nur in einem Dorf. Tolle Metropole bist du, Hamburg!

10. Wie im schlechten Film: Programmkinos nerven

Man sollte meinen, in Zeiten von Netflix, Amazon-Prime und Multiplex-Kinos hätten die sich in den vergangenen Jahren irgendwie erledigt: Programmkinos. Statt Filme zu zeigen, die so seicht sind, dass sie einen super vom ätzenden Leben in Rotherbaum ablenken können, könnt ihr euch im Abaton und Holi bloß hochwertige Streifen anschauen. Im Zweifel sogar mit Untertitel. Den bräuchtet ihr eher, wenn ihr gleich wieder mit Freunden in einer lauten Bar sitzt.

Jetzt mal im Ernst

Ihr habt wirklich geglaubt, dass wir Rootherbaum nicht einfach abgöttisch lieben? Reingelegt! Ganz anders sieht das übrigens in Barmbek oder Winterhude aus. Absolute Katastrophen!

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