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10 Gründe, warum Hamburg viel besser ist als München

München ist schick, modetechnisch totaaal hip und sowieso am besten. Hört man zumindest. Warum aber eindeutig Hamburg die bessere Stadt ist, lest ihr hier: 10 Gründe, warum München nur verlieren kann.

1. Klare Sache: Wir haben den Kiez

Und der ist sogar in aller Welt bekannt! Trotzdem würde es uns nie in den Sinn kommen, mit St. Pauli zu prahlen. Für uns gehört der Kiez einfach dazu. Mit seiner Street Art, den leidenschaftlichen Fußballfans, den authentischen Läden, dem Kopfsteinpflaster, der Reeperbahn, dem Fischmarkt – und den schmuddeligen Ecken. In München sind die Straßen zwar sauber, die Hauswände nahezu weiß – aber dadurch fehlt irgendwie das gewisse Flair, oder?

2. Vergiss Weißwürste. Fischbrötchen!

Ehrlich gesagt verstehen wir den Hype um die kleinen weißen Dinger nicht so richtig. Okay, der Geschmack ist nicht gänzlich verkehrt. Aber allein die Art der Zubereitung könnte nicht komplizierter sein: Wasser kochen, etwas abkühlen lassen, Würste rein, Deckel drauf, 10 Minuten ziehen lassen. Anschließend muss man sie noch pellen, Süßen Senf drauf packen und dann, endlich!, kann man essen. Einen Zauberwürfel zu lösen geht gefühlt tausendmal schneller. Wir Hamburger sind da deutlich unkomplizierter: Fischbrötchen aussuchen, kaufen, essen.

3. Unsere Tracht ist wenigstens nützlich

Zugegeben: Die Trachtkultur in Bayern, mit all den schmucken Lederhosen und süßen Dirndln, hat schon einen gewissen Charme. So richtig nützlich – und vor allem praktisch – sind die Sachen aber nicht. Stelle man sich nur mal einen Fleck auf dem Leder oder der Schürze vor. Einfach in die Waschmaschine stopfen geht dann nicht. Und so richtig warm halten die Sachen ja auch nicht. Da loben wir uns doch unsere eigene "Tracht": den Friesennerz. Sieht schmuck aus, hält warm, trocken – und sorgt dank seinem knalligen Gelb für ein gewisses Maß an Sicherheit im Straßenverkehr.

4. Immer Moin, nie Servus

Es gibt Dialekte – und es gibt Dialekte. So klingen Kölsch und die typische Berliner Schnauze in gewisser Weise süß und sympathisch – Pfälzisch und Sächsisch hingegen eher weniger. Dann gibt's da aber auch noch Bayrisch. Und wir können uns nicht helfen, aber irgendwie erinnern uns die Touristen, die aus Bayern anreisen, zumindest dialekttechnisch immer an Ignaz aus "Lissi und der wilde Kaiser": Ein sprachliches Wirrwarr aus Lauten und Tönen, die man nicht so recht zu deuten vermag. Deswegen "ma Butter bei di Fische": Nichts klingt so harmonisch wie unser Platt!

5. Ein Wort: Wasser!

Davon haben wir nämlich jeeede Menge. Sei es nun die Elbe, die Alster, einer der zahlreichen Kanäle und Fleete oder gar das Meer: In Hamburg ist man nie weit vom Wasser entfernt. Und das ist auch gut so. Denn unsere Freizeit verbringen wir am liebsten am, auf oder im kühlen Nass! Dadurch hat man in unserer wunderschönen Hansestadt auch immer das Gefühl gerade im Urlaub zu sein. Da können München und Isar einpacken!

6. Dom oder Oktoberfest? Die Entscheidung fällt nicht schwer

Puh, uns schlackern schon die Knie, wenn wir nur an die Zahl der Besucher denken: 6,3 Millionen Menschen besuchten im vergangenen Jahr das Oktoberfest! Menschen, deren oberste Priorität vor allem Bier trinken ist. Menschen, die zahlreiche Taxen in Beschlag nehmen und die Straßen rund um die Wiesen verstopfen. Die Tage zwischen September und Oktober sind sogar so schlimm, dass viele Einheimische in diesem Zeitraum die Stadt verlassen. Gott sei Dank haben wir den Dom. Der ist zwar gleich dreimal im Jahr – dafür aber mit 2,5 Millionen Besuchern (Frühlingsdom 2019) eher klein und übersichtlich. Und anstatt sich (in erster Linie) zu betrinken, steht hier immer noch der Spaß im Vordergrund.

7. In Hamburg kann man auch mal auf der Straße sitzen und Bier trinken – ohne für einen Obdachlosen gehalten zu werden

Wir Hamburger mögen es gerne schlicht und einfach (siehe Punkt 2). Deswegen haben wir auch kein Problem damit, bei Sonnenschein am Bordstein zu sitzen und ein kühles Bier – wahlweise auch 'ne Fritz – zu trinken. Cornern, wie wir Einheimischen sagen. Komisch beäugt wird dabei keiner. Ganz anders sieht's da im entfernten München aus: Denn während wir hier die frische Brise genießen, hängt die Schickeria mit Champagner in Szene-Clubs rum.

8. Wochenendausflug: Die Qual der Wahl

Wenn Münchner raus aus der Stadt und rein ins Grüne wollen, fliehen sie in die Berge. Denn in keiner anderen deutschen (Groß-)Stadt hat man eine bessere Anbindung an die Alpen. Das Beste: Sowohl im Sommer (Hüttenwanderungen), als auch im Winter (Skitouren) kann man sich die Zeit hoch oben in den Wolken bestens vertreiben. In Hamburg sieht's da schon ein wenig anders aus. Mit Almkühen, schönen Felsformationen und Tiefschnee können wir nämlich nicht punkten. Ziehen wir hier den Kürzeren? Denn alles was Hamburg zu bieten hat, ist die Lüneburger Heide, die gegen Ende des Sommers lila erstrahlt. Und das Alte Land, mit seinen Obstplantagen und süßen Bauernhöfen. Und die Ostsee, quasi vor der Haustür, mit ihren schönen Strand-Promenaden. Und gleich gegenüber die raue Nordsee, mit all den kleinen Inseln. Und ...

9. Bier trinken ist in Hamburg deutlich einfacher

Sei's nun am Kiosk unseres Vertrauens, in der Kneipe um die Ecke oder Freitag kurz vor Feierabend im Büro: Bekommt man die Frage "Was darf's sein?" gestellt, ist die Antwort meist recht simpel: "Astra." Je nach Tagesform kann's natürlich auch mal 'ne Kiezmische sein. In München gleicht die Bierbestellung einer komplexen Mathegleichung (und wer mag schon Mathe?): Du musst erstmal den Unterschied zwischen einem Hellen, Pils, Hefeweizen, Kristall Weizen, Bockbier und Schwarzbier kennen. Und was soll dieses "Hoibe" sein?!

10. Wir haben ein Herz für Straßenmusiker

Okay, das sollten wir gleich am Anfang klarstellen: Natürlich haben auch die Münchner ein Herz für Straßenmusikanten. Aber so richtig einfach machen es die Bayern der musikalischen Bevölkerung nicht gerade. Wer sich nämlich mit seiner Gitarre, einem Mikro oder Co. in die Fußgängerzone setzen will, muss vorher im Rathaus vorspielen! Wer nicht gut genug ist, bekommt keine Lizenz. In Hamburg sind wir da viel freier: Wer singen oder musizieren möchte, darf das auch. Zwar zu geregelten Zeiten und nicht gerade mit einem Schlagzeug, aber immerhin.

11. Eine Sache müssen wir uns dann doch eingestehen...

...und das auch nur mit Widerwillen! München hat da nämlich etwas, auf das wir ein klein wenig neidisch sind: den Eisbach. Eine "kleine" Ablenkung der Isar im Englischen Garten. Das besondere am Eisbach sind, und da erzählen wir euch sicher nichts neues, die Stromschnellen und eine etwa halbmeterhohe stehende Welle. Die erlaubt es Surfern zu, naja, surfen! Eine Sache, die vielen Wasserratten hier im hohen Norden sicher auch gefallen würde. Doch kein Grund zur Trauer – man kann ja bekanntlich nicht alles haben.

10 Gedanken, die jeder beim ersten Besuch in Hamburg hat

Apropos Touristen: Kennt ihr schon unsere Liste mit 10 Gedanken, die jeder beim ersten Besuch in Hamburg hat? Und falls ihr euren nächsten Besuch mal so richtig beeindrucken wollt, haben wir für euch 10 Fakten über den Hafen, die ihr garantiert noch nicht wusstet.

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