Sinje Hasheider )

10 Gründe, warum Barmbek ganz furchtbar ist

Barmbek ist total am kommen? Wer hat diese Fake-News denn bitte in der Welt verbreitet?! Wir verraten euch, warum es zwischen Fuhle, Stadtpark und Osterbekkanal kaum auszuhalten ist.

1. Hier glitzert kein Haus in der Sonne

Barmbek, das sogenannte ehemalige Arbeiterviertel der Stadt, ist bekannt für seine vielen Backsteingebäude. Während andere Stadtteile und Städte mit Hochglanzfassaden punkten, die Betrachter bereits beim schwächsten Sonnenstrahl erblinden lassen, können Menschen die rot-braunen Backsteine selbst im Hamburger Hochsommer ohne Probleme stundenlang anstarren. Ein weiteres Problem: Sie lassen das Stadtbild viel zu warm erscheinen. Passt ja gar nicht in den kühlen Norden. Ist doch klar!

2. Wasser – die Quelle allen Übels

Mitten durch Barmbek fließt dieser super-breite Osterbekkanal und teilt völlig eigenmächtig den Stadtteil in Nord und Süd. Wie selbstsüchtig ist das bitte? Da musste die Stadt extra Brücken bauen, damit Menschen dieses hässliche Gewässer überqueren können. Das war doch bestimmt viel teurer als das Ding zuzuschütten und eine ganz normale Straße zu bauen. Mehr Platz für Parkplätze hätten wir ohne den Osterbekkanal in Barmbek bestimmt auch. Und wenn Passanten missmutig von den Brücken herab auf die Wasseroberfläche schauen, ziehen Schwäne, Enten und winkende Tretbootfahrer an einem vorbei, als sei nichts. Arrogantes Pack!

3. Grüner geht’s wirklich nicht

Da flüchten Landkinder aus der Natur in eine Großstadt wie Hamburg, finden nach quälend langer Sucherei eine Wohnung in Barmbek und was haben sie dann direkt vor ihrer Haustür? Rasen, Büsche und Bäume, die einem das Stadtfeeling völlig versauen. In anderen Städten funktioniert es doch auch ganz wunderbar ohne dieses ganze grüne Zeug. Wieso muss es ausgerechnet in Hamburg und besonders in Barmbek so viel Natur geben?

4) Alles veraltet hier

Überall alte Häuser, Kultkneipen und Traditionsrestaurants – egal, wie lange ihr sucht: In Barmbek findet ihr fast nur altes Zeug. Und die Leute feiern das auch noch! Schon mal gefragt, warum hier keiner bis um 3 Uhr morgens cornert? Genau! Weil es hier keine hippen Bars und Kioske gibt, vor die sich Menschen mit ihrem Bier stellen wollen. Am besten alles abreißen hier und neu bauen. Dann hat der Stadtteil vielleicht mal eine Zukunft.

5) Hier passiert zu viel Neues

An jeder fünften Ecke haben in den vergangenen Jahren neue Restaurants und kleine Läden aufgemacht und jetzt bauen die direkt neben dem U- und S-Bahnhof Barmbek auch noch so ein neues Shoppingcenter mit Supermärkten, Einzelhandel und diesem ganzen Blödsinn. Das macht doch völlig den traditionellen Charme des Viertels kaputt. Sind die Leute verwirrt, oder was?

6) In Barmbek fahren zu viele Busse

Da stehen Menschen an der Haltestelle Barmbek und wollen gerade schreiben, dass sie 20 Minuten später zum Meeting kommen, weil sie ihren Bus verpasst haben, da kommt schon der nächste, der in die richtige Richtung fährt. Das Beste kommt aber noch: Dann steigen dieselben Menschen da ein und wollen sich gerade genüsslich darüber aufregen, dass ihr mobiles Datenvolumen für den Monat schon wieder aufgebraucht ist, und plötzlich ploppt eine Benachrichtigung auf, dass es im Bus WLAN gibt. Und das auch noch umsonst! Es bleibt einem wirklich nichts erspart. Im Grunde ist nur mit der U3 fahren noch schlimmer.

7) Mit der U-Bahn dreht ihr euch hier im Kreis

Hier kommt ihr nie wieder weg: Tausende Menschen – vor allem unschuldige Touristen – sind in Barmbek jedes Jahr völlig verwirrt. Denn zu verstehen, dass die U3 die ganze Zeit im Kreis fährt ist ziemlich schwierig. Nicht wenige bekamen vom ganzen im Kreis fahren bereits einen chronischen Drehwurm. Hinzu kommt, dass die U3 fast die ganze Zeit überirdisch fährt und Fahrgäste dazu gezwungen werden, sich diesen völlig übergrünten Stadtteil von oben anzuschauen. Wirklich unverschämt, was einem der öffentliche Nahverkehr hier zumutet.

8) So viel Kultur braucht kein Mensch

Da waren alle Barmbeker ihr Leben lang glücklich und froh, dass dieses sogenannte Kulturzentrum "Kampnagel" jenseits der Stadtteilgrenzen liegt, und plötzlich wird auch in Barmbek ein neues Theaterzentrum gebaut. "Junge darstellende Kunst" soll hier aufgeführt werden. Wenn darunter keine Bühnenversion der aktuellen "Bachelor"-Staffel fällt, will das doch ohnehin niemand gucken. Und überhaupt: Mitten in Barmbek steht doch schon dieses völlig unnütze "Museum der Arbeit" rum. Wir arbeiten doch schon die ganze Woche lang. Was sollen wir uns denn noch nach Feierabend und am Wochenende damit beschäftigen?

9) Flohmärkte versauen einem die Sonntage

Da möchten Barmbeker sonntags einfach ungestört über den Platz vor dem unnützen „Museum der Arbeit“ schlendern und dann ist da alle vier Wochen jeder Quadratzentimeter versperrt mit Altkleidern und Sperrmüll, für die Menschen auch noch Geld verlangen. Schon mal was von Online-Shopping gehört, liebe Leute?! Die Sachen, die da angeboten werden, sind fabrikneu und kommen oft auch noch aus exotischen Ländern. Bitte einmal nachdenken, bevor ihr was kauft!

10) Barmbek ist zu familienfreundlich

Was es bringt, wenn die Zwei-Zimmer-Wohnung in einem Stadtteil auch mal unter 1000 Euro Miete im Monat koset? Überall junge Eltern mit ihren Wickeltaschen und vor Freude glucksenden Blagen, die sich freundlich bedanken, wenn ihr ihnen mit dem Kinderwagen an der Bahntreppe helft. Als Single quasi die Hölle hier.

Hahahahahahahahahahaha! Ihr dachtet wirklich, wir haben uns nicht Hals über Kopf in Barmbek verliebt, nachdem wir das erste Mal einen Fuß aus der U3 gesetzt haben? Ganz anders war das übrigens im grässlichen und angrenzenden Winterhude. Eppendorf ist nicht ein bisschen besser. Und Ottensen? Vollkatastrophe!

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